28 Iyyar 5772 - Sonntag, 20. Mai 2012
Zum Andenken an unseren Vater David Yossi ben Abba. M. und S. Rubinstein.  (Widme diese Leiste deinen Nächsten)

Avichaj's Wort zum Wochenabschnitt

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"Teruma" kann sowohl "Erhebung" [Sohar, Vol. 2] wie auch "Absonderung" bedeuten; [Rashi, Targum Onkelos, u. a.] beides zielt dabei auf die menschliche Bestrebung hin, eine Wohnstaette fuer G"TT zu schaffen.Die Thora fährt mit Aussage fort, dass diese "Teruma" dreizehn verschiedene Dinge enthalten muss, naemlich: Gold, Silber, Bronze, ect...., darauf hinweisend, dass es des Menschen Aufgabe ist, die verschiedenen Arten weltlicher Existenz in der "Wohnstaette fuer G"TT" zu integrieren. Dabei repräsentieren die zwei moeglichen Bedeutungen des Wortes Teruma zwei grundlegende Kräfte, die noetig sind, um eine Wohnstaette fuer G"TT in dieser Welt zu errichten.

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Paraschat Mischpatim endet mit der Beschreibung einiger Details zur Gebung der Thora, einschliesslich der Proklamation "Naaseh Venischmah" ("wir werden tun und wir werden hoeren"), welche ein ultimatives Glaubensbekenntnis darstellt. Bedingungslosen Gehorsam auf ein Gesetz zu versprechen, bevor dieses noch verkuendet wurde, ist eine absolute Vertrauensbekundung in G"TT (als dessen Schoepfer) und vervollstaendigt die Lehre des Thora-Abschnitts Mischpatim.

Nachdem ein Mensch den G"ttlichen Willen durch systematisches Thora-Studium sowie die Anwendung von Thora-Mitzwoth mit seinem Leben und mit seinem Verstand verbunden hat, ist er bereit dazu, den Teil des G"ttlichen Willens in sich aufzunehmen, der ueber das menschliche Begreifen hinausgeht - sozusagen den Kern der Sinai-Erfahrung. Das Studium von Thora sowie das Praktizieren von Mischpatim (eine gewisse Kategorie von Thora-Geboten) verfeinern und wandeln die Persoenlichkeit eines Menschen dahingehend, dass die unendlichen und unbeschraenkten Dimensionen der Thora seinen Charakter durchdringen koennen, um dabei jeglichen Zwiespalt zwischen ihm und seinem Glauben zu beseitigen.

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"Und die Prophetin Miriam, Aarons Schwester, nahm das Tamburin in ihre Hand, und alle Frauen zogen aus, hinter ihr her, mit Tamburinen und in Reigentaenzen. Und Miriam sang ihnen vor: Singet zu G"TT, denn hoch erhaben ist ER; Ross und Reiter warf ER ins Meer!" (Schemot 15;20-21).

Wir singen nicht, wenn wir aengstlich, verzweifelt oder muede sind, oder nach einer schweren Mahlzeit. Wir singen, wenn wir Sehnsucht nach jemanden haben, den wir lieben; wenn wir Sehnsucht nach besseren Zeiten haben, wenn wir eine Leistung feiern, oder in Erwartung auf eine Offenbarung. Wir singen ferner nicht, wenn wir selbstgefaellig sind. Wir singen, wenn wir nach etwas streben, oder wenn wir Freude an etwas haben und diese in den Himmel steigen lassen wollen.

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Der Wochenabschnitt Yitro, der diesen Schabbat gelesen wird, ist vielleicht der Bedeutendste der Torah; er berichtet von der Uebergabe der Torah an das juedische Volk am Berg Sinai. Erst zu diesem Zeitpunkt wurden die Kinder Israel bzw. die Hebraeer, wie sie auch genannt wurden, zu Juden.

Es wird in dem Zusammenhang auch von der Offenbarung der "Asseret Dibrot" berichtet bzw. von den "Zehn Geboten", wie sie meistens ins Deutsche uebersetzt werden. Diese zehn Aussagen enthalten dabei auf den ersten Blick recht unterschiedliche Stufen von Mitzwoth. Die erste Aussage "ICH bin HASH"M Euer G"TT" sowie das darauf folgende Verbot der Goetzenanbetung stehen offensichtlich auf einer sehr hohen spirituellen Stufe, verbunden mit der Erkenntnis der Einheit G"TTES. Andere Gebote, wie "Du sollst nicht morden" oder "Du sollst keinen Menschen verschleppen" erscheinen hingegen als sehr mondaene Gebote, deren Einhaltung eine schlichte Grundlage zwischenmenschlichen Zusammenlebens darstellen.

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So wie das Brechen des Willen Pharaos absolut und vollstaendig sein musste, so muss auch auf persoenlicher Ebene der Bruch beziehungsweise das Ueberwinden der egoistischen Triebe in jedem Bereich unseres Lebens, vollstaendig und absolut sein. Diese Botschaft finden wir im dieswoechigen Thora-Abschnitt Bo wieder.

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