28 Iyyar 5772 - Sonntag, 20. Mai 2012
Zum Andenken an unseren Vater David Yossi ben Abba. M. und S. Rubinstein.  (Widme diese Leiste deinen Nächsten)

Avichaj's Wort zum Wochenabschnitt

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Das erste Wort des Wochenabschnitts Vayikra des gleichnamigen Buches Vayikra endet mit dem Buchstaben Alef, der an dieser Stelle kleiner als die anderen Buchstaben geschrieben steht. Wie ist dies zu verstehen? Alef, als der erste Buchstabe des hebraeischen Alphabets, wird durch seine Stellung auch als "Kopf" oder "Oberster" aller Buchstaben angesehen. Einen weiteren Hinweis auf seine herausgehobene Stellung finden wir in dem Wort "Aluf", wassoviel wie "Boss", "Anfuehrer" oder im Neuhebraeischen auch "General" bedeutet, und eben mit dem Buchstaben Alefbeginnt.

Ein klein geschriebenes Alef scheint von daher ein Widerspruch in sich selbst zu sein. Warum ist ausgerechnet der Buchstabe, der Fuehrerschaft und Groesse repraesentiert, hier klein geschrieben? Der Ausdruck Vayikra - "und ER rief" - ist an dieser Stelle direkt an Mosche Rabeinu gerichtet. Wenn also, wie man vermuten darf, die Torah damit einen Hinweis auf die aussergewoehniche und einzigartige Bescheidenheit Mosche Rabeinus hinweisen will, weshalb geschieht dies nicht an anderer Stelle, anhand eines anderen Buchstaben - weswegen ausgerechnet anhand eines Alef?

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Der Schabbat und der Mischkan (das Stiftszelt)

Parascha Vajakhel beginnt mit der Beschreibung, wie Mosche Rabeinu das gesamte Juedische Volk versammelt und, nach Vermittlung des G"ttlichen Schabbat-Gebotes, den Wunsch G"TTES an das Volk weiterleitet, Spenden fuer den Bau des Mischkan zu bringen [Schemot 35:1ff]. Raschi erklaert hierzu, dass Mosche Rabeinu das Gebot, den Schabbat zu halten noch vor dem Gebot, den Mischkan zu bauen weitergab, um dem Juedischen Volk beizubringen, dass trotz der herausragenden Bedeutung des Mischkan, dieser nicht am Schabbat errichtet werden duerfe.

Man koennte meinen, dass seitdem das hauptsaechliche Thema in Paraschat Vajakhel der Bau des Mischkan ist, dieser auch zuerst erwaehnt werden haette sollen. Weswegen also gerade jene Reihenfolge?

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Tetzaveh, der Wochenabschnitt, der diesen Schabbat gelesen wird, behandelt hauptsächlich die Vorschriften über die Gewänder, welche die Priester während ihres Dienstes im Mischkan (dem Stiftszelt) zu tragen hatten. Dies erscheint auch als eine logisch Fortsetzung des letzten Wochenabschnitts Teruma, in dem sich alles um den Bau des Mischkan und seiner Einrichtungen selbst dreht. Doch dann, am Ende dieser Parascha, nachdem die Gewänder der Priester genau beschrieben werden, erwähnt die Torah eine zentrale Einrichtung des Mischkan, nämlich den goldenen Altar (den Misbeach HaSahav), auf dem die Räucheropfer (die Ketoret Besamim) dargebracht wurden. Es handelt sich dabei offensichtlich um die Beschreibung einer Einrichtung des Mischkan, die auf den ersten Blick in den letzten Wochenabschnitt Teruma logischerweise gehört hätte, nicht zuletzt wird in Teruma schliesslich auch der kupferne Altar (der Misbeach Nechoschet) erwähnt, auf dem alle anderen Opfer (d.h. Korbanot) dargebracht wurden.

Warum nimmt der goldene Altar hier eine Sonderstellung ein?

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- Der Schabbat Und Die Zusätzliche Seele

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Parascha Ki Tisa enthält einen ganzen Abschnitt [Sehemot 31:13-18], der sich mit Schabbat beschäftigt. Es beginnt mit der Aussage, dass der Schabbat "ein Zeichen zwischen Mir und euch sei für alle Generationen, auf dass Ihr wisst, dass Ich G"TT, euch heilige." Der Abschnitt schließt mit "und die Kinder Israel sollen den Schabbat einhalten.... als ewigen Bund.... weil G"TT in sechs Tagen Himmel und Erde erschuf, und am siebten Tag stellte ER die Arbeit ein und ruhte." Warum aber werden der Schabbat sowie die dazugehörigen Gesetze an dieser Stelle so ausführlich geschildert, wenn sie doch bereits im Detail [Schemot 20:8-11] als Teil der Zehn Gebote erwähnt werden?

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"Teruma" kann sowohl "Erhebung" [Sohar, Vol. 2] wie auch "Absonderung" bedeuten; [Rashi, Targum Onkelos, u. a.] beides zielt dabei auf die menschliche Bestrebung hin, eine Wohnstaette fuer G"TT zu schaffen.Die Thora fährt mit Aussage fort, dass diese "Teruma" dreizehn verschiedene Dinge enthalten muss, naemlich: Gold, Silber, Bronze, ect...., darauf hinweisend, dass es des Menschen Aufgabe ist, die verschiedenen Arten weltlicher Existenz in der "Wohnstaette fuer G"TT" zu integrieren. Dabei repräsentieren die zwei moeglichen Bedeutungen des Wortes Teruma zwei grundlegende Kräfte, die noetig sind, um eine Wohnstaette fuer G"TT in dieser Welt zu errichten.

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