28 Iyyar 5772 - Sonntag, 20. Mai 2012
Zum Andenken an unseren Vater David Yossi ben Abba. M. und S. Rubinstein.  (Widme diese Leiste deinen Nächsten)

BS“D

Die dieswoechige Parascha heisst Schemot, was soviel wie "Namen" bedeutet (Schemot ist auch gleichfalls die Bezeichnung des zweiten Buches der Thora). Die Namen der Staemme Israels finden hier naemlich erneut Erwaehnung. Die Namen der Staemme werden bereits im Buch Bereschit mehrmals erwaehnt, wesshalb werden also ihre Namen gleich am Anfang des Buches Schemot wiederholt?

Raschi erklaert hierzu, dass die wiederholte Aufzaehlung der Namen Israels uns zeigt, wie wertvoll das Juedische Volk fuer G"TT ist. In Seinen Augen werden sie (die Kinder Israels) mit den Sternen verglichen, die ER ebenfalls zaehlt und beim Namen nennt, wieder und immer wieder.

Wie koennen die Kinder Israels mit Sternen verglichen werden?

Sterne leuchten am Nachthimmel. Durch ihr Leuchten wird eine Person, die durch die finsterne Nacht schreitet, nicht von ihrem Weg abkommen. Gleiches trifft auf das Juedische Volk zu. Jeder Jude, Mann oder Frau, besitzt ein moralisches und spirituelles Licht, womit er oder sie auf Freunde und Bekannte  
Einfluss nehmen und diese auf den rechten Pfad fuehren kann.

Wie wir in Raschi's Erklaerung sehen, zaehlt G"TT die Sterne und nennt sie beim Namen. Daraus wird ersichtlich, dass den Sternen zweierlei Aspekte inne wohnen: a.) Jeder Stern wird als "Stern" gezaehlt, worin auch alle Sterne gleich sind; b.) Jeder Stern unterscheidet sich von allen anderen Sternen, jeder einzelne hat eine einzigartige Bestimmung und einen individuellen Namen. In gleicher Weise zaehlt jedes der Kinder Israels - in gleicher Weise -  als Jude. Gleichzeitig aber hat jeder einzelne Jude seinen oder ihren individuellen Charakter sowie eine einzigartige Bedeutung.      

Eine andere Lehre der Sterne: ......

Trotz der riesigen Entfernung zwischen uns und den Sternen, sind wir in der Lage ihr Licht zu sehen und von ihm zu profitieren. Wenn wir die Staerke die uns G"TT verleiht gebrauchen, haben wir die Moeglichkeit - wie auch die Sterne - nicht nur unsere unmittelbare Umgebung zu beeinflussen, sondern die gesamte Welt. Und jede einzelne unserer Taten ist dabei immens wichtig. Selbst eine einzige Handlung, ein einziges Wort, oder auch nur ein einziger Gedanke eines Individuums kann die ganze Welt beeinflussen! 

Wie der Rambam sagt, soll sich jeder Jude dessen bewusst sein, dass die gesamte Welt von G"TT anhand aller ihrer Taten staendig gerichtet wird, und die Waagschale  zwischen Recht und Unrecht der Welt sich stets im Gleichgewicht befindet. Eine einzige Mitzwa, eine einzelne gute Tat, kann die Waagschale auf die Seite der Gerechtigkeit tippen und somit die Erloesung fuer die ganze Welt bringen.

Schabbat Schalom!

* basierend auf Hayom Yom 5 Cheschvan, Likkutei Sichot Vol. 6, Torat Menachem 5742 Vol. 3. (Durch freundliche Unterstützung von Avichaj Schäfer.)
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