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Die Parascha Pinchas wird üblicherweise in der Woche des Fasttages 17. Tammuz gelesen. Das Fasten des 17. Tammuz erinnert uns an fünf Dinge, die an diesem Tag geschehen sind, und von denen vier mit der Zerstörung des Heiligen Tempels in direkter Verbindung stehen:
- Mosche Rabeinu zerbrach die zwei ersten Bundestafeln, als er sah, wie das Jüdische Volk die Sünde des goldenen Kalbs beging.
- Später in der Historie, schlugen an diesem Tag die Römer eine Bresche in die Stadtmauern Jerusalems.
- Das tägliche Opfer im Tempel, das Korban Tamid (welches übrigens ebenfalls in der dieswoechigen Parascha erwähnt wird), musste eingestellt werden
- Der römische General Apostomus verbrannte eine Sefer-Thora.
- Derselbe römische General ließ eine Götzenstatue im Tempel aufstellen.
Der Talmud lehrt uns, dass G"TT die Zerstörung des (zweiten) Tempels zugelassen hat wegen "Sinat Chinam", d.h. grundlosem Hass zwischen Juden. Bedauerlicherweise ist diese Sünde im Jüdischen Volk bis heute noch existent. Als Folge dessen leiden wir nach wie vor unter der Galut - unter der Bitterkeit des Exils.
In der Woche, in der wir wegen des Zerstörung des Tempels fasten, weist uns die Thora aber (und zwar in Paraschat Pinchas) den Weg, wie wir uns aus der Galut befreien können. G"TT segnete Pinchas mit dem "Bund des Friedens" - das bedeutet - mit dem Stand der Priesterschaft. Dies wiederum beinhaltet die Mitzwah, das Jüdische Volk mit Frieden zu segnen. G"TT gab den Kohanim eine extra Portion an Nächstenliebe mit auf den Lebensweg. Dies kommt insbesondere in dem Priestersegen zum Ausdruck: "...Levarech Et Amo Israel Be'Ahava" (...das Volk Israel mit Frieden zu segnen).
Die Lehre, die wir hier aus Pinchas beziehen ist die, dass wir stets Frieden, Nächstenliebe und Einheit zwischen Juden stiften sollen. Dies wird den Sünden, die der Galut zugrunde liegen, entgegenwirken. Und tatsächlich: Um dem grundlosen Hass, der zur Zerstörung des Tempels geführt hat, entgegenzuwirken, müssen wir grundlose beziehungsweise bedingungslose Liebe anderen Juden gegenüber entgegenbringen.
Schabbat Schalom!
* basierend auf Sefer Hasichot 5748, Vol. 2; 5750, Vol. 2.






