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• Das Volk wird nochmals erinnert, dass das Halten der Mitzwot ihm Gutes und Segen bringen wird, genauso wie bei Nichteinhalten das Umgekehrte eintreten wird: Fluch, Exil und Krieg.
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• Einmal im Jahr muss man seine ganze Herde zählen, jedes zehnte Tier absondern und es nach Jerusalem bringen. Der Besitzer hat das Recht, es für sich zu behalten und muss es nicht opfern.
„Konzept“ der Woche
In dieser Woche werden alle Strafen aufgezählt, die wir erhalten, wenn wir sündigen. Diese Parascha wird daher die Parascha der Mahnung und des Fluches genannt. Wir lesen eine ganze Liste von Strafen, die aneinandergereiht sind, und je nachdem, welche Sünden begangen werden, kommt die nächste Stufe des Fluches. Doch die Tora zählt nicht die verschiedenen Sünden auf, sondern schreibt in Wajikra 26:23: „Wenn ihr euch weiter dem Zufall hingebt …“ Raschi erklärt dazu, dass mit Zufall gemeint ist, dass man alles mit sich geschehen lässt und in Geschehnissen nichts Besonderes sieht. Somit kann man Ereignisse nicht als Mahnung ansehen und sich dadurch verbessern. Sicher kann es nicht sein, dass die schlimmsten Strafen nur auf uns treffen, weil wir alles als Zufall betrachten. Was ist also noch an dieser falschen Betrachtungsweise zu bemerken?
Wir sagen vor dem Schma-Gebet im Abendgebet eine Bracha, in der wir den Aufbau der Natur ansprechen, die G“tt erschaffen hat. Wir sagen, dass G“tt ein geordnetes System bei den Sternen implementiert hat, die – abhängig von der Zeit – erhellen, wie es Sein Wille ist. Das heißt also, dass G“tt die Welt nicht einfach so erschaffen hat, sondern ihr eine Ordnung zugrundegelegt hat, die den Plan erfüllt als Ausdruck Seines Willens. Nur jemand mit starkem Willen legt eine Abfolge fest, so dass sich alles nach Plan abspielt.
In einer sehr bekannten Geschichte besucht ein Vater seinen Sohn in der Jeschiwa, um sich ein Bild über dessen Entwicklung und Lernen zu machen. Dort angekommen möchte der Lehrer ihm im Klassenraum zeigen, wie sein Sohn lernt. Doch der Vater möchte nur das Schlafzimmer sehen, wo er den Kleiderschrank öffnet und feststellt, dass sich alles sauber und geordnet darin befindet. Er erklärt dem Lehrer, dass die Tatsache von Ordnung im Kleiderschrank auf Ordnung im Kopf des Kindes hinweist und er hiermit weiß, dass sein Sohn gut lernt und sich gut entwickelt.
Ordnung zu halten heißt nicht nur, für sich ordentlich zu sein, sondern sich so vorzubereiten, dass man in keiner Situation vom Weg abgebracht wird. Dinge, die nicht nach Plan funktionieren, machen uns sofort unruhig und daher kommen wir meistens vom ursprünglichen Plan ab. Selbst auf dem Totenbett wird diese schwierige Arbeit von jedem Menschen verlangt. Wir haben ein Gebet, in dem sich jeder Mensch erhofft, nicht durch die Angst und Unsicherheit des nahenden Todes zu Gedanken zu kommen, die die ganze Lebensarbeit zunichtemachen könnten.
Dies ist jedoch die höchste Stufe, die wir nicht einfach so erreichen können, sondern zuerst im Leben versuchen müssen, diese Hürde zu meistern. Jedem Menschen passieren Dinge in seinem Tagesablauf, die nicht geplant waren und seine Routine durcheinanderbringen. Da steckt die Herausforderung, trotz allem weiter seinem Plan zu folgen.
Alles dem Zufall zu überlassen bedeutet nicht nur, dass man nicht sieht, was G“tt uns geschickt hat, sondern dass das ganze Leben demgemäß geführt wird, was gerade geschehen ist. Alles, was gerade im Augenblick passiert ist, entscheidet die Situation und leitet den Menschen. Dies lässt keinen Raum für Entwicklung und spornt nicht die Arbeit an, die im Leben geleistet werden muss.
Auch wenn man einen Lebensplan entwickelt hat, reicht es nicht aus, wenn man ihn nicht immer umsetzen kann. Der Mensch muss hauptsächlich darauf achten, dass seitliche Störungen ihn nicht aus der Ruhe kommen lassen und dass er sich auch nach einem Missgeschick sofort wieder an die Arbeit macht.
„Biographie“ der Woche
Rabbi Mosche Isserles – Remo, Jahrzeit 18. Ijar
Rabbiner Mosche Isserles wurde 1520 in Krakau in eine wohlhabende Familie von Gelehrten geboren. Sein Großvater Jechiel Luria war der erste Rabbiner von Brisk. In Lublin, einer der größten jüdischen Gemeinden Polens zu jener Zeit, lernte er an der von seinem späteren Schwiegervater Schalom Schachna gegründeten Jeschiwa. Zu seinen Mitschülern zählten sein Verwandter Shlomo Luria, der Maharschal, und ein Bruder des Maharal. 1550 kehrte er nach Krakau zurück und begründete dort eine Jeschiwa, wo er unterrichtete und deren Studenten er finanziell unterstützte. Er war ein so bedeutender Gelehrter, dass aus der ganzen jüdischen Welt Fragen an ihn herangetragen wurden und seine halachischen Entscheidungen größte Bedeutung hatten. Der Remo – das Akronym seines Namens, unter dem er auch bekannt ist – verfasste einen Kommentar zu den Arba’a Turim unter dem Namen Darchej Mosche. Sein Kommentar zum Schulchan Aruch, die Mappa, der die aschkenasischen Minhagim dem sephardisch geprägten Schulchan Aruch hinzufügt, machten diesen zum halachischen Standardwerk aller Juden.
Der Remo starb an Lag BaOmer 1572 in Krakau.Mit freundlicher Unterstützung von HaMakor.de und Rabinner Aron Orzel






