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- Um die Priester für ihre Arbeit im Mischkan vorzubereiten, werden ihnen spezielle Kleidungstücke genäht. Vier, beziehungsweise acht für den Kohen Gadol, werden aus bestem Stoff gemacht, die der Kohen nur bei seiner Arbeit im Mischkan trug
- Die Einweihung des Mischkan wurde mit einer ganzen Reihe von Opfern, die durch Mosche dargebracht wurden, durchgeführt. Aron, der Kohen Gadol, und seine vier Söhne müssen sieben Tage im Mischkan verbringen, wo sie die Arbeit in absoluter Reinheit ausüben können
- Der einzige Teil des Mischkans, der in der letzten Parscha nicht beschrieben wurde, der innere Altar, wird diese Woche erwähnt. Der Misbeach (Altar), wo man jeden Tag das Ketoret (eine Mischung verschiedener Gewürze) dargebracht hat, muss aus purem Gold gebaut sein
„Dwar“ der Woche
Nachdem wir in der vorigen Parascha die Instruktionen zum Bau des Mischkans bekommen haben, wird in dieser Parascha die Kleidung der Kohanim, der Priester, beschrieben, insbesondere die Kleidung des Hohepriesters, des Kohen Gadol. Er hatte acht spezielle Gewänder, über deren Bedeutung wir hier ein wenig nachdenken wollen. Alle Priester mussten ihre Priesterkleidung bei sämtlichen Arbeiten im Mischkan und später im Bet Hamikdasch, im Tempel, tragen. Eines der besonderen Kleidungsstücke des Kohen Gadol war der Ephod. Er wurde mit Schulterbändern an die übrige Kleidung geheftet, auf denen sich jeweils ein Stein mit sechs eingravierten Stammesnamen befand. Die sechs Namen auf jedem Stein waren so eingraviert, dass die Steine wie Siegelringe, also eine Art Stempel waren.
Eine tiefere Bedeutung dafür können wir in dem Bild finden, dass G“tt das jüdische Volk – das sind ja die zwölf Stämme – mit Seinem Namen stempelt. Es zeigt, wie Er mit uns verbunden ist. Diese Verbindung wird auch deutlich, wenn wir – Am Israel – als Seine Braut und G“tt als der Bräutigam bezeichnet werden. Wir sind die Verpflichtungen der Ehe miteinander eingegangen durch das Unterschreiben in Form des Empfangens der Tora. Die Tora ist der Ring, den der Bräutigam der Braut gibt, um ihr ein Geschenk zu machen. Und es ist kein besseres Geschenk als die Tora vorstellbar. Diese Ehe gibt uns in gewisser Weise die größte Nähe zu G“tt, der uns als Bräutigam seinen Namen gegeben hat wie es bei jeder Hochzeit üblich ist, dass die Braut den Namen des Mannes annimmt. Denn der Name „Israel“ enthält ja den g“ttlichen Namen. So sind wir also mit Seinem Namen gestempelt worden.
Wenn wir in dieser Metapher noch weiter gehen, kann man sagen, dass die Frau – also wir als Nation – nicht nur den Namen des Mannes aufgestempelt bekommt und gerne annimmt, sondern dessen Namen auf vielfältige Weise ausstrahlt. Wenn sie einen Weg wählt, der offensichtlich von der Quelle des Mannes inspiriert ist, sieht man den Ursprung des Stempels. Wir als Nation reflektieren die Existenz G“ttes und die tiefe Verbundenheit mit Ihm durch die Tora. Dadurch dass wir nach den Gesetzen der Tora leben, beschreiten wir den Weg, der genau erkennen lässt, dass Er die Quelle für uns ist.!
„Biographie“ der Woche
Rabbi Joseph Chaim Sonnenfeld, Jahrzeit 19. Adar I
Rabbi Joseph Chaim Sonnenfeld wurde 1848 in Verbó geboren, das damals zu Ungarn und heute zur Slowakei gehört. Er studierte u.a. beim Ktav Sofer in Preßburg und zog schließlich im Jahre 1873 nach Jerusalem. Dort wurde er bald zu einer wichtigen Persönlichkeit für die dort ansässigen Aschkenasim. Er unterstützte Rabbi Jehoschua Leib Diskin, einen der führenden Toragelehrten seiner Zeit in Eretz Jisrael, und half ihm bei der Gründung von Schulen und des Diskin Waisenhauses.
Als im Jahre 1919 die britische Mandatsverwaltung ein Oberrabbinat für Palästina unter Rabbiner Awraham Jitzchak HaKohen Kook einrichten wollte, wurde Rabbi Sonnenfeld im Gegenzug zu einem der beiden Begründer der Edah Hacharedis, die einen Bet Din und u.a. Kaschrutüberwachung zu ihren Aufgaben zählt und sich in erster Linie der charedischen, nichtzionistischen Bevölkerung verpflichtet fühlt. Rabbi Sonnenfeld wurde bis zu seinem Tod im Jahre 1932 der Vorsitzende des Bet Din. Er schrieb zahlreiche Kommentare zu Tora, Talmud und Schulchan Aruch. Seine Werke wurden unter dem Namen „Salmas Chaim“ gesammelt.
Heute gehört der Hechscher, d.h. das Kaschrutzertifikat, der Edah Hacharedis, auch Badatz genannt, zu den am meisten anerkannten Hechscherim auf der Welt, der von fast allen orthodoxen Juden als vertrauenswürdig betrachtet wird.
Mit freundlicher Unterstützung von HaMakor.de und Rabinner Aron Orzel






