Paraschat Tezawe

Die Parascha in Kürze
  • Um die Priester für ihre Arbeit im Mischkan vorzubereiten, werden ihnen spezielle Kleidungsstücke genäht. Vier, beziehungsweise acht für den Kohen Gadol, werden aus bestem Stoff gemacht, die der Kohen nur bei seiner Arbeit im Mischkan trägt
  • Die Einweihung des Mischkan wurde mit einer ganzen Reihe von Opfern, die von Mosche dargebracht wurden, eingeführt. Aron, der Kohen Gadol, und seine vier Söhne müssen sieben Tage im Mischkan verbringen, wo sie die Arbeit in absoluter Reinheit machen können
  • Der einzige Teil des Mischkans, der in der letzten Parscha nicht beschrieben wurde, der innere Altar, wird diese Woche erwähnt. Der Misbeach (Altar), wo man jeden Tag das Ketoret (eine Mischung verschiedener Gewürze) dargebracht hat, muss aus purem Gold gebaut sein

„Dwar“ der Woche

Der Tempel war ein Monument der Vergeistigung. Aber warum wurden dann dafür die besten Materialien vorgeschrieben? Nicht nur beim Gebäude, sondern auch bei der Kleidung für die Kohanim, die Priester, wurde nur der beste Stoff verwendet. Wenn soviel Wert auf Materielles gelegt wird, wie kann der seelische Zweck darin beinhaltet sein?

Unsere Weisen sagen, dass der Tempel ein Ebenbild im Himmel hat. Schon lange bevor er gebaut wurde, gab es eine Heilige Stätte gegenüber dem Tempel in Jerusalem. Was sagt uns das? In unserer Welt zählt in erster Linie das Materielle. Aber je mehr Materie in einer Sache ist, desto schwerer ist zu sehen, dass wirklich jede Sache einen geistigen Zweck erfüllt. Dieser Kern einer Sache ist überweltlich und oft höher als der Menschenverstand. Wir erfassen die Welt so, dass wir alles ins Praktische umsetzen. Unsere Aufgabe ist es allerdings, die dahinter versteckte Idee zu suchen, zu sehen und zu verstehen. Im Tempel als genau dem Ort, wo wir wirklich die Nähe G“ttes spüren können, müssen wir viel und bestes Material benutzen, das uns ermöglicht, seinen tieferen Zweck zu erfassen.

Als König Achaschwerosch sein großes Fest feierte, legte er die Kleider des Kohen Gadol, des Hohenpriesters, an. Er wollte mit diesen Kleidern protzen und sich mehr Ehre geben. Aber das war sein Fehler: die Kleidung sollte nicht die Tempeldiener ehren, sondern war zu einem höheren Zweck bestimmt. Die gesamte Feier stand im Widerspruch dazu. Er freute sich umso mehr, desto mehr er protzen und sich wichtig machen konnte. Selbst die Schönheit seiner Frau wollte er allen nur vorführen, weil er sie ausschließlich als Objekt gesehen hat.

„Konzept“ der Woche

Es ziemt dem König nicht, sie gewähren zu lassen. Raw Levi lehrte folgendes: Gegen alle Verleumdungen, mit denen Haman die Juden vor dem König anschwärzte, verteidigte der Engel Gabriel das jüdische Volk vor G“tt und sprach: „Ribono schel olam, es ist ja so klar, dass Deine Kinder nicht wegen des Götzendienstes, der Unzucht oder des Blutvergießens angeklagt werden. Der Grund der Anklage ist, weil sie die Gesetze Deiner Tora ausüben und Deine Gesetze über die Staatsgesetze stellen!“

G“tt antwortete dem Engel: „Auch wenn sie sich schuldig gemacht haben und am Festmahl des Königs teilgenommen haben - ob schuldig oder unschuldig - ich habe sie nicht verlassen und ich werde sie nicht verlassen, es steht doch: G“tt verlässt sein Volk nicht, um Seines großen Namens willen!“ Und so beten und hoffen wir auch heute, dass G“tt unser Land und Volk auch weiterhin schützt und beschützt.

„Midrash“ der Woche

Es ziemt dem König nicht, sie gewähren zu lassen. Raw Levi lehrte folgendes: Gegen alle Verleumdungen, mit denen Haman die Juden vor dem König anschwärzte, verteidigte der Engel Gabriel das jüdische Volk vor G“tt und sprach: „Ribono schel olam, es ist ja so klar, dass Deine Kinder nicht wegen des Götzendienstes, der Unzucht oder des Blutvergießens angeklagt werden. Der Grund der Anklage ist, weil sie die Gesetze Deiner Tora ausüben und Deine Gesetze über die Staatsgesetze stellen!“

G“tt antwortete dem Engel: „Auch wenn sie sich schuldig gemacht haben und am Festmahl des Königs teilgenommen haben - ob schuldig oder unschuldig - ich habe sie nicht verlassen und ich werde sie nicht verlassen, es steht doch: G“tt verlässt sein Volk nicht, um Seines großen Namens willen!“ Und so beten und hoffen wir auch heute, dass G“tt unser Land und Volk auch weiterhin schützt und beschützt..

Mit freundlicher Unterstützung von HaMakor.de und Rabinner Aron Orzel

Der Tempel war ein Monument der Vergeistigung. Aber warum wurden dann dafür die besten Materialien vorgeschrieben? Nicht nur beim Gebäude, sondern auch bei der Kleidung für die Kohanim, die Priester, wurde nur der beste Stoff verwendet. Wenn soviel Wert auf Materielles gelegt wird, wie kann der seelische Zweck darin beinhaltet sein?

Unsere Weisen sagen, dass der Tempel ein Ebenbild im Himmel hat. Schon lange bevor er gebaut wurde, gab es eine Heilige Stätte gegenüber dem Tempel in Jerusalem. Was sagt uns das? In unserer Welt zählt in erster Linie das Materielle. Aber je mehr Materie in einer Sache ist, desto schwerer ist zu sehen, dass wirklich jede Sache einen geistigen Zweck erfüllt. Dieser Kern einer Sache ist überweltlich und oft höher als der Menschenverstand. Wir erfassen die Welt so, dass wir alles ins Praktische umsetzen. Unsere Aufgabe ist es allerdings, die dahinter versteckte Idee zu suchen, zu sehen und zu verstehen. Im Tempel als genau dem Ort, wo wir wirklich die Nähe G“ttes spüren können, müssen wir viel und bestes Material benutzen, das uns ermöglicht, seinen tieferen Zweck zu erfassen.

Als König Achaschwerosch sein großes Fest feierte, legte er die Kleider des Kohen Gadol, des Hohenpriesters, an. Er wollte mit diesen Kleidern protzen und sich mehr Ehre geben. Aber das war sein Fehler: die Kleidung sollte nicht die Tempeldiener ehren, sondern war zu einem höheren Zweck bestimmt. Die gesamte Feier stand im Widerspruch dazu. Er freute sich umso mehr, desto mehr er protzen und sich wichtig machen konnte. Selbst die Schönheit seiner Frau wollte er allen nur vorführen, weil er sie ausschließlich als Objekt gesehen hat.