Wochenabschnitt Teruma

BS“D

Die dieswoechige Parascha Trumah handelt von den Anweisungen G"TTES, wie das Stiftszelt (bzw. der Mischkan) sowie dessen Einrichtungen herzustellen sind - naemlich die Bundeslade, die Menora, der Opferaltar und der Tisch fuer die Schaubrote. Das Juedische Volk wurde dazu angewiesen, Spenden fuer jenen Zweck zu erbringen. Diese Spenden nennt die Thora "Trumah".

Der Passuk, der jene Anweisung enthaelt besagt: "Ve'Yikchu Li Trumah", d.h. "sie sollen mir eine Spende nehmen". Dies ist nicht einfach zu verstehen, da es allem Anschein nach eher korrekt waere zu sagen: "Sie sollen mir eine Spende geben"?

Der Sohar erklaert, dass wenn jemand eine Spende fuer den Bau des Mischan erbrachte, entstand eine Verbindung zwischen G"TT und dem Spender. Aus der Sicht ergibt der Satz "nehme (zu) mir" einen Sinn, da der Spender sinngemaess "G"TT zu sich nimmt, indem er sich mit G"TT verbindet".

Das gleiche Prinzip ist anwendbar auf jemand, der Thora lernt oder eine Mitzwa erfuellt, wie zum Beispiel Zedaka geben. Tatsaechlich ist dieses Prinzip schon in dem Begriff "Trumah" selbst verborgen, der sich (in hebraeisch) aus einer Buchstabenkombination der Buchstaben fuer "Thora" sowie dem Buchstaben Mem ergibt. Der Zahlenwert des Buchstaben Mem betraegt Vierzig - hinweisend darauf, dass die Thora in einem Zeitraum von vierzig Tagen gegeben wurde (naemlich in den vierzig Tagen, die Mosche Rabeinu auf dem Berg Sinai verbrachte, um die zwei Bundestafeln zu erhalten)...

Wenn jemand nun Thora lernt, investiert er hierbei einen Teil seiner Zeit und Energie, die er andernfalls dazu nutzen koennte, um sich mit anderen fuer ihn wichtigen Dingen zu beschaeftigen oder sich privaten Vergnuegungen hinzugeben. Wenn jemand Zedaka oder eine wohltaetige Spende gibt, so haette er - ebenso - sein hart verdientes Geld auch fuer persoenliche Dinge beziehungsweise fuer sich ausgeben koennen.

Daher gibt G"TT Mosche Rabeinu die Anweisung, den Kindern Israels zu sagen, dass sie eine Spende "nehmen" sollen. "Nehmen" - weil in Wirklichkeit durch das Lernen von Thora sowie das Geben von Zedaka, jemand tatsaechlich sich etwas "nimmt" und letztlich davon profitiert.

Darueber hinaus: Auch wenn das Lernen von Thora, das Geben von Zedaka sowie das Erfuellen von Mitzwoth "kostspielig" beziehungsweise "ermuedend" sein mag, so sind diese Investitionen unterm Strich immens gewinnbringend - sie werden mit dem denkbar groesst moeglichen Gewinn belohnt, naemlich einer direkten Verbindung mit G"TT. Wir "nehmen" buchstaeblich G"TT in unser Leben auf.

 

Schabbat Schalom!

* basierend auf Likutei Sichot, Vol. 16; Maamar Ve'Yikchu Li Trumah 5725.

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Die dieswoechige Parascha Trumah handelt von den Anweisungen G"TTES, wie das Stiftszelt (bzw. der Mischkan) sowie dessen Einrichtungen herzustellen sind - naemlich die Bundeslade, die Menora, der Opferaltar und der Tisch fuer die Schaubrote. Das Juedische Volk wurde dazu angewiesen, Spenden fuer jenen Zweck zu erbringen. Diese Spenden nennt die Thora "Trumah".

Der Passuk, der jene Anweisung enthaelt besagt: "Ve'Yikchu Li Trumah", d.h. "sie sollen mir eine Spende nehmen". Dies ist nicht einfach zu verstehen, da es allem Anschein nach eher korrekt waere zu sagen: "Sie sollen mir eine Spende geben"?

Der Sohar erklaert, dass wenn jemand eine Spende fuer den Bau des Mischan erbrachte, entstand eine Verbindung zwischen G"TT und dem Spender. Aus der Sicht ergibt der Satz "nehme (zu) mir" einen Sinn, da der Spender sinngemaess "G"TT zu sich nimmt, indem er sich mit G"TT verbindet".

Das gleiche Prinzip ist anwendbar auf jemand, der Thora lernt oder eine Mitzwa erfuellt, wie zum Beispiel Zedaka geben. Tatsaechlich ist dieses Prinzip schon in dem Begriff "Trumah" selbst verborgen, der sich (in hebraeisch) aus einer Buchstabenkombination der Buchstaben fuer "Thora" sowie dem Buchstaben Mem ergibt. Der Zahlenwert des Buchstaben Mem betraegt Vierzig - hinweisend darauf, dass die Thora in einem Zeitraum von vierzig Tagen gegeben wurde (naemlich in den vierzig Tagen, die Mosche Rabeinu auf dem Berg Sinai verbrachte, um die zwei Bundestafeln zu erhalten)...


Wenn jemand nun Thora lernt, investiert er hierbei einen Teil seiner Zeit und Energie, die er andernfalls dazu nutzen koennte, um sich mit anderen fuer ihn wichtigen Dingen zu beschaeftigen oder sich privaten Vergnuegungen hinzugeben. Wenn jemand Zedaka oder eine wohltaetige Spende gibt, so haette er - ebenso - sein hart verdientes Geld auch fuer persoenliche Dinge beziehungsweise fuer sich ausgeben koennen.

Daher gibt G"TT Mosche Rabeinu die Anweisung, den Kindern Israels zu sagen, dass sie eine Spende "nehmen" sollen. "Nehmen" - weil in Wirklichkeit durch das Lernen von Thora sowie das Geben von Zedaka, jemand tatsaechlich sich etwas "nimmt" und letztlich davon profitiert.

Darueber hinaus: Auch wenn das Lernen von Thora, das Geben von Zedaka sowie das Erfuellen von Mitzwoth "kostspielig" beziehungsweise "ermuedend" sein mag, so sind diese Investitionen unterm Strich immens gewinnbringend - sie werden mit dem denkbar groesst moeglichen Gewinn belohnt, naemlich einer direkten Verbindung mit G"TT. Wir "nehmen" buchstaeblich G"TT in unser Leben auf.

 

Schabbat Schalom!

* basierend auf Likutei Sichot, Vol. 16; Maamar Ve'Yikchu Li Trumah 5725.

BS“D


Der Thora-Wochenabschnitt Va'etchanan beginnt mit der innigen Bitte Moshe Rabeinu's an G"TT, ihn in das Land Israel kommen zu lassen. Der Beriff "Va'etchanan" bedeutet soviel wie, "ich habe darum ersucht", wie  weiterhin geschrieben steht: "Ich habe G"TT darum ersucht.... bitte lasse mich ueberqueren und das gute Land jenseits des Jordan erblicken" (3:23-25). Der Midrasch (Devarim Rabah 11:10) vermerkt hierzu, dass
Mosche Rabeinu nicht weniger als 515 mal G"TT darum ersucht hat (die Gematria, d.h. der Zahlenwert des Begriffs Va'etchanan entspricht der Zahl 515).

Weshalb aber hat Mosche Rabeinu gerade diesen Wunsch so nachdruecklich verfolgt? War sein Verlangen vielleicht danach von den Fruechten des Landes oder von dessen sonstigen Delikatessen zu kosten? Mosche Rabeinu sagte, dass "das Volk Israel viele Thora-Gebote erhalten habe, die es ausschliesslich nur im Lande Israel erfuellen kann - so moechte ich in das Land Israel kommen, damit alle Gebote der Thora durch
mich (d.h. meine Anleitung) erfuellt werden" (Traktat Sotah 14a).


Mosche Rabeinu war sich dessen bewusst, dass die Arbeit seiner Haende ewig bestand habe wuerde. Er wusste, dass wenn er das Volk Israel in das gelobte Land fuehren wuerde, der heilige Tempel niemals zerstoert und sein geliebtes Volk nie in das Exil verbannt worden waere.

Daher sagte Mosche Rabeinu nicht: "Ich moechte in das Land kommen, damit ich alle Gebote erfuellen kann", da sein Begehren keines persoenlicher Natur war. Vielmehr wollte er in das Land kommen, damit alle Gebote der Juden durch ihn erfuellt wuerden; mit anderen Worten, alle Mitzwoth, die an das Land Israel gebunden sind, waeren unter seiner Anleitung erstmalig ausgefuehrt worden und haetten somit ewig Bestand gehabt, ohne Unterbrechung oder Exil.


* basierend auf der Sicha, 4. Nacht Chol Ha'moed Sukkoth 5746.

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Der Thora-Wochenabschnitt Va'etchanan beginnt mit der innigen Bitte Moshe Rabeinu's an G"TT, ihn in das Land Israel kommen zu lassen. Der Beriff "Va'etchanan" bedeutet soviel wie, "ich habe darum ersucht", wie  weiterhin geschrieben steht: "Ich habe G"TT darum ersucht.... bitte lasse mich ueberqueren und das gute Land jenseits des Jordan erblicken" (3:23-25). Der Midrasch (Devarim Rabah 11:10) vermerkt hierzu, dass
Mosche Rabeinu nicht weniger als 515 mal G"TT darum ersucht hat (die Gematria, d.h. der Zahlenwert des Begriffs Va'etchanan entspricht der Zahl 515).

Weshalb aber hat Mosche Rabeinu gerade diesen Wunsch so nachdruecklich verfolgt? War sein Verlangen vielleicht danach von den Fruechten des Landes oder von dessen sonstigen Delikatessen zu kosten? Mosche Rabeinu sagte, dass "das Volk Israel viele Thora-Gebote erhalten habe, die es ausschliesslich nur im Lande Israel erfuellen kann - so moechte ich in das Land Israel kommen, damit alle Gebote der Thora durch
mich (d.h. meine Anleitung) erfuellt werden" (Traktat Sotah 14a).


Mosche Rabeinu war sich dessen bewusst, dass die Arbeit seiner Haende ewig bestand habe wuerde. Er wusste, dass wenn er das Volk Israel in das gelobte Land fuehren wuerde, der heilige Tempel niemals zerstoert und sein geliebtes Volk nie in das Exil verbannt worden waere.

Daher sagte Mosche Rabeinu nicht: "Ich moechte in das Land kommen, damit ich alle Gebote erfuellen kann", da sein Begehren keines persoenlicher Natur war. Vielmehr wollte er in das Land kommen, damit alle Gebote der Juden durch ihn erfuellt wuerden; mit anderen Worten, alle Mitzwoth, die an das Land Israel gebunden sind, waeren unter seiner Anleitung erstmalig ausgefuehrt worden und haetten somit ewig Bestand gehabt, ohne Unterbrechung oder Exil.


* basierend auf der Sicha, 4. Nacht Chol Ha'moed Sukkoth 5746.