1 Sivan 5772 - Tuesday, 22 May 2012
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Paraschat Ki Tisa und die Bundestafeln

Gemaess dem Talmud maassen die "Ste Luchot" (die zwei Bundestafeln) genau 6 x 6 Tefachim (in etwa 57 x 57 cm), und zusammen fuellten sie die Bundeslade aus, ohne dabei Platz uebrig zu lassen (Traktat Baba Batra 14a). Hieraus koennen wir folgern, dass die Bundestafeln eine quadratische Form hatten.
Weiterhin gibt es die halachische Regel, dass alle Geraetschaften des Mischkan, bzw. der Tempel nur dann als zulaessig angesehen werden, wenn sie "intakt und vollstaendig" sind. Diesem Grundsatz folgend, mussten die Bundestafeln quadratisch sein und die Bundeslade ausfuellen, ohne eine Luecke zu lassen. Dies schliesst offensichtlich die Annahme aus, sie seien am oberen Ende gebogen, bzw. rund geformt.
Die Annahme, die Bundestafeln waeren an der Oberseite rund geformt, stammt tatsaechlich aus nicht-juedischen Quellen, ueberliefert nach roemischer Tradition (der Nation, die den letzten Tempel auch zerstoert hat). Wie auch immer, es finden sich Abbildungen "runder" Bundestafeln nach nicht-juedischer Tradition seit vielen Generationen in unseren Buechern wieder. Daraus resultierend, beschreiben noch heute selbst religioese Juden die Bundestafeln als auf der oberen Seite rund geformt, im Gegensatz zum Talmud.
Es ist daher eine Mitzwah, bei jeder sich bietenden Gelegenheit richtigzustellen, dass die Bundestafeln gemaess den Juedischen Quellen tatsaechlich quadratisch waren. * )

Zwischen der Gabe der ersten und der zweiten Paar Bundestafeln existieren einige wesentliche Unterschiede:

  • Die Bundestafeln selbst: Die ersten Tafeln waren "das Handwerk G"TTES selbst" (32:16), waehrend bei dem zweiten Paar Tafeln G"TT Mosche Rabeinu gebot "fertige dir selbst..." (34:1).
  • Die Schrift: Der Talmud berichtet, dass nur das erste Paar Tafeln die Qualitaet der "Handschrift G"TTES" besassen, die die Worte G"TTES in die Herzen der Juden fuer immer eingemeisselt haetten und sie niemals in Vergessenheit haben geraten lassen (Eruvin 54a sowie Raschi hierzu).
  • Der spirituelle Level des Volkes Israel: Bei der Gabe der ersten Tafeln waren die Kinder Israels noch "Tzadikim" (Gerechte), waehrend sie bei der Gabe der zweiten Tafeln "Ba'alei Teschuvah" (Umkehrer) waren.
  • Der spirituelle Level von Mosche Rabeinu: Mosche erhielt bei der Gabe der Thora "eintausend spirituelle Lichter", bei der Suende des Goldenen Kalbs wurden diese ihm jedoch wieder genommen.

Nichts desto trotz haben das zweite Paar Bundestafeln den Vorteil, dass:
a.) Sie zusammen mit "Halachot, Midrasch und Agadot" gegeben wurden, und b.) Mosche Rabeinu's Gesicht geleuchtet hat, als sie gegeben wurden.**)

*) basierend auf Sichas Shabbos Parshas Ki Tisa 5741.

**) basierend auf Hayom Yom, 17ter Tamus.

Schabbat Schalom!

Paraschat Ki Tisa und die Bundestafeln

Gemaess dem Talmud maassen die "Ste Luchot" (die zwei Bundestafeln) genau 6 x 6 Tefachim (in etwa 57 x 57 cm), und zusammen fuellten sie die Bundeslade aus, ohne dabei Platz uebrig zu lassen (Traktat Baba Batra 14a). Hieraus koennen wir folgern, dass die Bundestafeln eine quadratische Form hatten.

Weiterhin gibt es die halachische Regel, dass alle Geraetschaften des Mischkan, bzw. der Tempel nur dann als zulaessig angesehen werden, wenn sie "intakt und vollstaendig" sind. Diesem Grundsatz folgend, mussten die Bundestafeln quadratisch sein und die Bundeslade ausfuellen, ohne eine Luecke zu lassen. Dies schliesst offensichtlich die Annahme aus, sie seien am oberen Ende gebogen, bzw. rund geformt.

Die Annahme, die Bundestafeln waeren an der Oberseite rund geformt, stammt tatsaechlich aus nicht-juedischen Quellen, ueberliefert nach roemischer Tradition (der Nation, die den letzten Tempel auch zerstoert hat). Wie auch immer, es finden sich Abbildungen "runder" Bundestafeln nach nicht-juedischer Tradition seit vielen Generationen in unseren Buechern wieder. Daraus resultierend, beschreiben noch heute selbst religioese Juden die Bundestafeln als auf der oberen Seite rund geformt, im Gegensatz zum Talmud.

Es ist daher eine Mitzwah, bei jeder sich bietenden Gelegenheit richtigzustellen, dass die Bundestafeln gemaess den Juedischen Quellen tatsaechlich quadratisch waren.

* basierend auf Sichas Shabbos Parshas Ki Tisa 5741.

Zwischen der Gabe der ersten und der zweiten Paar Bundestafeln existieren einige wesentliche Unterschiede:

# Die Bundestafeln selbst: Die ersten Tafeln waren "das Handwerk G"TTES selbst" (32:16), waehrend bei dem zweiten Paar Tafeln G"TT Mosche Rabeinu gebot "fertige dir selbst..." (34:1).

# Die Schrift: Der Talmud berichtet, dass nur das erste Paar Tafeln die Qualitaet der "Handschrift G"TTES" besassen, die die Worte G"TTES in die Herzen der Juden fuer immer eingemeisselt haetten und sie niemals in Vergessenheit haben geraten lassen (Eruvin 54a sowie Raschi hierzu).

# Der spirituelle Level des Volkes Israel: Bei der Gabe der ersten Tafeln waren die Kinder Israels noch "Tzadikim" (Gerechte), waehrend sie bei der Gabe der zweiten Tafeln "Ba'alei Teschuvah" (Umkehrer) waren.

# Der spirituelle Level von Mosche Rabeinu: Mosche erhielt bei der Gabe der Thora "eintausend spirituelle Lichter", bei der Suende des Goldenen Kalbs wurden diese ihm jedoch wieder genommen.

Nichts desto trotz haben das zweite Paar Bundestafeln den Vorteil, dass:

a.) Sie zusammen mit "Halachot, Midrasch und Agadot" gegeben wurden, und

b.) Mosche Rabeinu's Gesicht geleuchtet hat, als sie gegeben wurden.

* basierend auf Hayom Yom, 17ter Tamus.

Schabbat Schalom!

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