2 Sivan 5772 - Wednesday, 23 May 2012
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BS“D

Der Ba'al Haturim (Rabbi Yakov Meir Ben Ascher, 1268 - 1340, Autor des "Tur") schreibt, dass der Name Mosche Rabeinu's in der gesamten Parascha Tezaveh nicht erwaehnt wird, um seine (Mosche's) Worte "loesche mich aus Deinem Buch" in einer gewissen Weise zu erfuellen. Daher wird im ersten Passuk (Satz) dieses Wochenabschnitts Mosche Rabeinu auch nicht mit seinem Namen angerufen, sondern mit einem einfachen "Du".

Wie aber kann auch nur ein Teil der Thora von Mosche Rabeinu getrennt sein, selbst in einer noch so subtilen Weise? Mosche und die Thora bilden in Wahrheit eine Einheit, bis zu dem Grad, dass wir von der "Thora Mosche's" beziehungsweise den "Fuenf Buechern Mosche's" sprechen. Ist daher der Gedanke nicht unakzeptabel, dass Mosche in irgend einer Weise aus der Thora "entfernt" wird, wenn auch nur durch eine relativ unbedeutende "Auslassung", in der Form, dass Mosche's Namen in der ganzen Parascha nicht einmal erwaehnt wird?

In Wahrheit jedenfalls, ist Mosche Rabeinu aus dieser Parascha nicht im geringsten "entfernt". Mosche Rabeinu findet Erwaehnung, wenngleich auch nicht bei seinem Namen. Der Name einer Person ist nicht dessen hoechste Ausdrucksform. Der Name repraesentiert nicht das innerste Wesen eines Menschen, er ist vielmehr ein Werkzeug zur Identifizierung und Unterscheidung fuer und von andere(n) Menschen. Tief im Inneren besitzt der Mensch ein einzigartiges Wesen, welches seinen Namen bei weitem ueberragt.

Es stellt sich also heraus, dass in Paraschat Tezaveh Mosche Rabeinu sehr wohl erwaehnt wird. Die Worte "Du sollst anweisen" im ersten Satz dieser Parascha, beziehen sich auf das innerste Wesen Mosche Rabeinu's, welches hoeher als sein Name ist.

Schabbat Schalom!

* basierend auf Sichas Schabbos Parschas Tezaveh 5751.

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