2 Sivan 5772 - Wednesday, 23 May 2012
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Thoughts on the Weekly Parsha

Prior to his move to Erez Israel, Avichaj lived in Frankfurt. He was and remains a fan of the Jewish Experience. Avichaj is so friendly to contribute his Thoughts on the Weekly Torah Portion. If you have any questions on the Weekly Torah Portion, then feel free contact him. He will get in touch with you to answer your questions. Avichaj Schäfer.

 

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Mit dem Wochenabschnitt Dewarim beginnen wir mit dem Lernen des gleichnamigen fünften Buches der Thora, welches von unseren Weisen z“l auch Mischne Thora genannt wird, also Wiederholung der Thora. Obgleich das Buch Dewarim auch Mitzwoth enthält, die in den ersten vier Büchern noch keine Erwähnung finden, beinhaltet das Buch Dewarim im wesentlichen eine Wiederholung der bisher erwähnten Vorschriften. Mosche Rabeinu richtet sich hiermit an eine neü Generation, die die Wunder des Auszuges aus Ägypten und den Empfang der Thora am Choreb nicht mit eigenen Augen gesehen hat, sowie an die noch folgenden Generationen. Diese Wiederholung kann gleichfalls als Rüstzeug Israels für die Landnahme und das Leben in Eretz Israel verstanden werden.

Das Überqueren des Jordan stellt indes sowohl einen spiritüllen wie auch geographischen Übergang dar. Die Kinder Israel überstanden die Wanderschaft durch die Wüste nur anhand des übernatürlichen Beistand G"TTES: Sie assen das Manna vom Himmel, sie tranken das Wasser aus der Quelle Miriams, und die Wolke der G"ttlichen Allmacht erhielt ihre Kleidung und bewahrte sie vor den Gefahren der Wüste. Nach dem Einzug ins Heilige Land hingegen musste das Jüdische Volk sich innerhalb der von G"TT gesetzten,  natürlichen Grenzen zurechtfinden; von nun an mussten sie das Land bearbeiten und von den Früchten ihrer Arbeit leben. Um einen solchen Übergang zu ermöglichen, bedarf es einem Zugang zur Thora, der den Mensch in Beziehung zu seinen irdischen Bedürfnissen setzt. Und zu diesem Zweck, lehrte sie Mosche Rabeinu das Buch Dewarim. Hierin liegt eine Verbindung, die bis auf den heutigen Tag bestand hat: Auch heute befinden wir uns wieder an den "Ufern des Jordan" und bereiten uns darauf vor, gemeinsam in das Heilige Land zu gelangen, und zwar mit der Ankunft von Maschiach. Und es ist gerade der Thora-Ansatz, wie ihn das Buch Dewarim liefert - "das Wort G"TTES mit irdischer Lebenserfahrung verbindend" - durch welchen wir die Zeit erleben werden, in welcher "die Erkenntnis G"TTES die ganze Welt erfüllen wird" (siehe Rambam; Mischne Thora, Hilchot Melachim) -  das messianische Zeitalter.

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Die Parascha in Kürze
    • Das Volk wird nochmals erinnert, dass das Halten der Mitzwot ihm Gutes und Segen bringen wird, genauso wie bei Nichteinhalten das Umgekehrte eintreten wird: Fluch, Exil und Krieg.
    • Einmal im Jahr muss man seine ganze Herde zählen, jedes zehnte Tier absondern und es nach Jerusalem bringen. Der Besitzer hat das Recht, es für sich zu behalten und muss es nicht opfern.

Torah_scroll„Konzept“ der Woche

In dieser Woche werden alle Strafen aufgezählt, die wir erhalten, wenn wir sündigen. Diese Parascha wird daher die Parascha der Mahnung und des Fluches genannt. Wir lesen eine ganze Liste von Strafen, die aneinandergereiht sind, und je nachdem, welche Sünden begangen werden, kommt die nächste Stufe des Fluches. Doch die Tora zählt nicht die verschiedenen Sünden auf, sondern schreibt in Wajikra 26:23: „Wenn ihr euch weiter dem Zufall hingebt …“ Raschi erklärt dazu, dass mit Zufall gemeint ist, dass man alles mit sich geschehen lässt und in Geschehnissen nichts Besonderes sieht. Somit kann man Ereignisse nicht als Mahnung ansehen und sich dadurch verbessern. Sicher kann es nicht sein, dass die schlimmsten Strafen nur auf uns treffen, weil wir alles als Zufall betrachten. Was ist also noch an dieser falschen Betrachtungsweise zu bemerken?

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Die 42 Reisestationen der Jüdischen Seele

Der Baal Schem Tov lehrt uns [zitiert in: Degel Machane Efraim, Parschat Ma'ase], dass Save die 42 Reisestationen, die in der dieswöchigen Parascha aufgezählt werden, sich im Leben eines jeden einzelnen Juden wiederspiegeln. Die Geburt ist dabei mit dem unmittelbaren Auszug aus Aegypten gleichzusetzen, und von da an durchläuft jeder Jude 42 Stationen in seinem Leben, bis schließlich zu seinem "Einzug in das Heilige Land". Diese Lehre wirft folgende pikante Frage auf: Einige der Reisestationen, von denen uns die Thora berichtet, waren Orte, an denen das Jüdische Volk gegen den Willen G"TTES verstoßen hat. Warum sollte die G"ttliche Vorsehung unser Leben ausgerechnet nach einem Muster formen, das zum Teil dem Willen G"TTES zuwiderläuft?!

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BS“D

Im der dieswoechigen Parascha lesen wir, dass Maenner und Frauen gleichfalls bei der Konstruktion des Mischkan (Stiftszeltes) sowie mit den Vorbereitungen der zum Bau verwendeten Materialien beteiligt waren, jedoch zwei Personen waren hierbei besonders auserwaehlt: Betzalel aus dem Stamme Jehuda und Oholiav aus dem Stamme Dan. Aus verschiedenen Gruenden war der Stamm Jehuda dazu auserkoren, die anderen Stamme Israels anzufuehren. Alle Koenige aus dem Geschlecht Koenig Davids waren Nachfahren von Jehuda. Auch Maschiach wird ein Nachfahre Jehudas sein. Als das Juedische Volk 40 Jahre durch die Wueste wanderte, war es stets der Stamm Jehuda, der vorneweg zog, allen anderen Staemmen dabei den Weg weisend. Spirituell befanden sie sich dementsprechend auf einem sehr hohen Niveau. Der Samm Dan auf der anderen Seite, war der letzte Stamm, der vom Lager aufbrach und am Ende des Konvois der Israeliten in der Wueste zog. In vergleichbarer Weise war der Stamm Dan auch derjenige, der unter den Israeliten auf der spirituell niedrigsten Stufe stand.

Diese beiden Individuen repraesentieren zwei extreme Gegensaetze im Juedischen Volk. Durch gerade die Wahl dieser beiden Menschen zeigt uns die Thora jedoch, dass alle Juden, unabhaengig von ihrem Level an Thorakenntnis oder Observanz, einen gleichen Anteil an G"TTES Mischkan haben.Selbst wenn der gesamte Stamm Jehuda alleine den Mischkan aufgebaut haette, waere dieser kein Ort gewesen, an dem G"TT seine Gegenwart haette ruhen lassen. ER haette gesagt: "Wenn ihr wollt, dass ich in eurer Mitte wohne, brauche ich jeden einzelnen Juden dazu, einschliesslich derer, die auf der niedrigsten spirituellen Stufe stehen, auf dass auch sie beteiligt und anwesend sind."

Aus diesem Grund beginnt die Parascha auch nicht mit der "gewoehnlichen" Einleitung: "Vejedaber Mosche El Bnei Israel" (Mosche sprach zu den Kindern Israel), sondern mit: "Vajakel Mosche Et Kol Adath Bnei Israel" (Mosche versammelte die gesamte Gemeinde der Kinder Israel). Erst als das gesamte Volk versammelt war, sprach Mosche Rabeinu zu ihnen.

Schabbat Schalom!

* basierend auf Likutei Sichot, Vol. 1

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Die Parascha in Kürze
  • Jedes siebte Jahr ist ein Schmitta-Jahr: es wird keine Arbeit auf den Feldern ausgeübt. Was von selbst wächst, darf genommen werden, denn das Feld ist „Hefker“ – ohne Eigentümer
  • Wenn man Grundbesitz in Israel verkauft, gibt es Möglichkeiten des Rückkaufs. In jedem Fall fällt er im Jovel-Jahr, nach spätestens 50 Jahren, an den ursprünglichen Eigentümer zurück.

Torah_scroll„Dwar“ der Woche

Der Wochenabschnitt beginnt mit den Schmitta-Gesetzen. Darauffolgend werden viele Gesetze erwähnt, die mit Eigenschaften von Grundstücken zu tun haben: wann man Felder und Häuser verkaufen darf und für wie lange. Das Buch Wajikra heißt ja das Buch der Kohanim, da es sich mit den Gesetzen des Tempels und der Opfer befasst. Ist es dann nicht unpassend, Dinge zu erörtern, die mit Grundbesitz zu tun haben?

Wenn wir nach einem gemeinsamen Nenner der Regeln suchen, sehen wir, dass es außer der Tatsache, dass es sich um Immobilien handelt, nur um Gesetze handelt, die in Israel gelten. Nur wenn wir als Nation in Israel leben, den Tempel haben, müssen wir sie befolgen.

Aber nicht nur diese Gesetze sind von unserer Anwesenheit in Israel abhängig. Als im vergangenen Wochenabschnitt die verbotenen Ehen aufgezählt werden, sagt die Tora: „Haltet Euch an diese Gesetze, damit Euch das Land Israel nicht ausspuckt!“ Wir wissen, dass es gewisse Mitzwot gibt, die davon abhängig sind, ob wir in Israel leben, während wir andere Gesetze überall erfüllen müssen. Wir müssen zum Beispiel Schabbat halten und Tefillin legen, egal, wo wir wohnen. Aber einen Teil der Ernte für die Priester abzusondern oder das Verhalten den Knechten gegenüber wird nur von uns in Israel verlangt. Somit stellt sich die Frage, ob Unzucht und verbotene Ehen nur in Israel verboten sind. Müssen wir diese Gesetze nicht auch im Exil beachten?

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