2 Sivan 5772 - Wednesday, 23 May 2012
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News

Wir erfährst du mehr über wissenswerte Sachen, Programmangebot, etc.
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Lana_rabinovych

( 3 Votes ) Mein Großvater, wenn er mir die wöchentlichen Abschnitte nahebringen wollte, pflegte zu behaupten, dass unser Leben von dem jeweiligen Abschnitt geprägt wird und, wenn man tief genug blickt, auch Antworten für die aktuellsten Fragen beinhaltet. Dank ihm habe ich gelernt, nach diesen Antworten zu suchen und ihre Bedeutung und Schönheit wertzuschätzen. Und mit der Zeit stellte sich für mich heraus, dass das jüdische Jahr mit all den Feiertagen uns immer wieder zeitgemäße Denkanstöße gibt. Und so ist Schawuot wohl die höchste Zeit, sich über den Platz, den die Thora in unserem Leben einnimmt, Gedanken zu machen.

Fast jeden Tag, wenn ich morgens in der überfüllten Bahn sitze, öffne ich mein Netbook um auf einer der zahlreichen Webseiten rund um Thora und Judentum einen positiven Gedanken für den Tag mitzunehmen. "Denn ob die Thora eine Bedeutung für jeden einzelnen hat, entscheidet sich für ihn in solchen inspirierenden kleinen Runden, wie die am Schawuot in den Räumen des Jugendzentrums und der Jüdischen Volkshochschule." Am vergangenen Dienstag war es etwas anders: ich öffnete eine Seite und mitten im Bildschirm erschien ein störendes Pop-up-Fenster: „Receive the Torah on Shavuot with us and get it then every week on a regular basis!“ Es mochte als eine pathetische Werbung gemeint sein und ging vermutlich um ein Newsletter, doch aus dem Kontext herausgerissen war dieser Satz in meinen Augen genau das, was man von Schawuot erwarten sollte und was viele, die an der Nacht des Lernens von Jewish Experience teilnehmen wollten, an den Erwartungen mitbrachten. Denn ob die Thora eine Bedeutung für jeden einzelnen hat, entscheidet sich für ihn in solchen inspirierenden kleinen Runden, wie die am Schawuot in den Räumen des Jugendzentrums und der Jüdischen Volkshochschule. Jeder brachte entweder das Wissen und die Bereitschaft diese zu teilen mit oder, umgekehrt, die Wissensgier, eine unglaubliche Energie oder eben die Kapazitäten und das Verlangen sie zu empfangen. Es schien als gäbe es niemanden, der nicht das bekommen oder geben konnte, wozu er bereit und gewillt war. Die Stimmungsmacher aus Efrat, Joni und Didi, die schon in vergangenen Monaten als eingespieltes Team die Frankfurter zum Lachen, Singen, Nachdenken, Lernen, Staunen und einfach nur Jüdischsein gebracht hatten, schufen eine warme und familiäre Atmosphäre.

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Gültig Ab Dem Kommenden Shabbat „Don’t Worry Be Jewish

( 1 Vote )

Liebe J-Exp Freunde.

Nach langen Überlegungen und intensiven Gesprächen mit Teilnehmern möchten wir ein differenziertes Zahlungsmodel für J-Exp Schabbat- Veranstaltungen einführen. Das neue Konzept sieht es vor das Studenten, Auszubildende, Schüler usw. einen geringeren Selbstkostenbeitrag als Berufstätige Teilnehmer zahlen. Dieser neuer, und unserer Meinung nach fairer Ansatz, lässt sich folgendermaßen erklären:

Jewish Experience ist nicht nur eine Begegnungsstätte, sondern vielmehr eine Gemeinschaft von gleichgesinnten jungen Menschen. Durch viel Engagement und die freiwillige Mitarbeit der Teilnehmer hat sich die J-Exp Gruppe im Laufe der Jahre enorm weiterentwickelt. Was mal vor Jahren als eine kleine "Studentenclique" angefangen hat, umfasst heute außer Studenten, junge Familien und Young Professionals, die erfolgreich ins Berufsleben gestartet sind und somit finanziell auf festen Beinen stehen. Nun kann man stolz behaupten, dass wir zusammen ein integraler Teil der jüdischen Gemeinschaft Frankfurts geworden sind.

Helping_each_smallUm auch in der Zukunft das Zusammenkommen dieser einzigartigen Gruppe zu ermöglichen, wollen wir das wechselseitige Verantwortungsgefühl füreinander im Sinne des jüdischen Prinzips "Kol Jehudim arewim zelaze - Alle Juden sind füreinander verantwortlich." stärken. So war es schon immer, die Starken unter uns haben ihre Brüder im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützt. Füreinander Verantwortung zu übernehmen ist eines der Attribute, das das jüdische Volk auszeichnet und für das wir immer bewundert wurden.

In letzter Zeit haben wir festgestellt, dass viele Studenten und Auszubildende den Selbstkostenbeitrag nur schwer aufbringen können. Diese Entwicklung betrachten wir mit Sorge und sehen das Fortbestehen unserer einzigartigen Gruppe als gefährdet an. Auf der anderen Seite sind wir sicher, dass die von uns erarbeiteten Maßnahmen bei euch auf Verständnis stoßen und wohlwollend angenommen werden.

So soll der erhöhte Teilnehmerbeitrag der Berufstätigen es ermöglichen den Selbstkostenbeitrag der Geringverdienenden oder Studenten mit einem kleinen Budget zu senken. (siehe "Shabbat Don't Worry - Be Jewish") Ungeachtet dieser Änderung bleibt es aber bei der Regel, dass KEIN TEILNEHMER AUS KOSTENGRÜNDEN VON DER TEILNAHME AUSGESCHLOSSEN WIRD! Wenn du Dir die Teilnahme nicht leisten kannst und unsere Hilfe brauchst, werden wir dich gerne unterstützen. Kontaktiere uns bitte! (Übrigens soll am Rande erwähnt werden....

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( 8 Votes )
Lernwochenende_mit_Rav_Grnfeld
Weitere Bilder des Events findest du hier.

Im Juli veranstaltete Jewish Experience ein Lernwochenende mit Rabbiner Grünfeld, einem chassidischen Rabbiner und Geschichtslehrer aus Zürich. So fand vom 9. bis 11. Juli ein intensives Programm statt, zu dem zahlreiche Teilnehmer aus vielen Städte Deutschlands, darunter Fulda, Düsseldorf, Nürnberg, Hamburg, Darmstadt, Mainz, Ludwigshafen, Hachenburg etc., aber auch aus Österreich anreisten. Lebendiges Gebet, leckere Mahlzeiten am traditionellen Schabbattischm und vor allem eine gute Gesellschaft, zeichneten dieses Wochenende aus.

Beim Schabbat der Inspiration sprach Rabbiner Grünfeld zunächst über das Ziel der Schöpfung gemäß der Kabbala. Was bewegte einen vollkommenen G-tt, die Welt und den Menschen zu erschaffen? Nach der Vorstellung der Kabbala, wollte Haschem mit den Menschen seine Güte teilen. Doch warum konnte er das nicht direkt tun, uns die Leiden des irdischen Daseins ersparen und uns in ein ewiges Paradies versetzen? Die Antwort ist, dass die geschenkte Freude im Vergleich zu der Verdienten keine richtige Glückseligkeit mit sich bringt. G-tt schenkt uns die Güte, indem er uns erlaubt, diese selbst durch die Strapazen dieser Welt zu verdienen, um später die Früchte der eigenen Mühe zu ernten und vollkommen zu genießen....

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am_echad
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164 v.u.Z. haben einfache Juden einen militärischen Sieg über die mächtige griechische Armee errungen und konnten so in den entweihten Tempel zurückkehrten. Dort fanden sie nur einen Krug mit Öl, um den Menorahleuchter anzuzünden. Wundersamerweise brannte dieses Öl 8 Tage lang bis neues rituelles Öl hergestellt war.

Es ist möglich Chanukka als einen gewöhnlichen militärischen Sieg ansehen, doch wir gehen weiter und verstehen die wahre Bedeutung dieses Ereignisses. Chanukka offenbarte der Welt, dass die Stärke des jüdischen Volkes nicht in militärischer Überlegenheit liegt, sondern in der tiefen Überzeugung für Gerechtigkeit und Wahrheit in einer Welt des Materialismus und der externen Schönheit einzustehen.

Am Chanukka Fest veranstalten wir keine Militärparade, um uns an den glänzenden Sieg zu erinnern, sondern zünden Lichter, die uns an die Wunder erinnern, die G-tt damals unseren Vorvätern bescherte. Dieses Licht brennt in jedem von uns und wird von Generation zur Generation weitergereicht. Wir wollen alle Studenten und junge Erwachsenen dazu einladen, zusammen mit Jewish Experience mehr Faszination in den Alltag zu bringen, damit das Flickern der Chanukka Lichter nie aufhört. Bei vielfältigen Veranstaltungen hat jeder Gelegenheit, nette und motivierte junge Leute zu treffen und von hervorragenden Referenten aus der ganzen Welt Inspiration fürs Leben zu schöpfen.

Dank der Unterstützung des Jugendzentrums und des Rabinnats konnten wir in den letzten Monaten eine tolle Zeit verbringen.

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Prague_Astronomical_Clock

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Hallo ihr Lieben. Gestern (24. August) habe ich mir den Shiur von Benny Pollack im Rahmen der Vortragsreihe im Vorfeld der Hohen Feiertage über die Bedeutung der Rosch Haschana (des jüdischen Neujahrsfestes) angehört. Der Shiur hat mir zu Denken gegeben. Ich möchte eine interessante Idee mit euch teilen.

Benny begann mit einer Geschichte aus der Zeit, als er beim Wehrdienst in Israel in einer Fallschirmspringereinheit seinen Dienst absolvierte und bei einer Übung in der Wüste mit seinen Kameraden den Weg verlor. Da stieß seine Truppe auf Beduinen und fragte sie, wie lange man zur nächsten Ortschaft noch laufen müsste. Ein Beduine antwortete: „Es sind etwa drei Zigaretten“. Die verwunderten Rekruten fragten noch mal nach, wie lange es denn zeitlich dauern würde. Doch der Beduine wiederholte seine seltsame Antwort.

"Wo es keine Zeit gibt, da gibt es keine Vergangenheit, keine Zukunft und keine Gegenwart" - Benny Pollack
Die Soldaten verstanden schließlich, dass der Beduine damit meinte, dass man soviel Zeit noch zu laufen hat, wie viel man brauchen würde, um drei Zigaretten zu rauchen. Sie fragten nach, warum die Herrschaften die Reisezeit nicht etwas präziser auszudrücken wüssten. Erst dann bemerkten sie, dass die Beduinen keine Uhr trugen. Sie erklärten den jungen Männern, dass sie nach ihrer Philosophie außerhalb der Zeit leben, da in der Wüste die Zeit tot sei.

„Wo es keine Zeit gibt, da gibt es keine Vergangenheit, keine Zukunft und keine Gegenwart. Da gibt es auch keine Entwicklung.“ - schloss Benny die Geschichte ab. Im Judentum spiele die Zeit dagegen eine sehr große Rolle. Sie ist der wertvollste Schatz, der dem Menschen gegeben wurde. Jedem Menschen ist nur eine begrenzte Zeit beschert und er ist gehalten, diese sinnvoll zu nutzen. Der größte Feind eines Menschen ist deshalb die Routine, in welcher Tage unwiederbringlich verschwinden. Dieser Gedanke spiegelt sich in dem für alle Juden einheitlichen jüdischen Kalender wieder....

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