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- Gesetz über Teschuwa (Rückkehr zu G"tt)
- Ein Versprechen wird gegeben, dass Teschuwa eintreten wird
- Die Tora ist für jeden Menschen erreichbar und soll von jedem, ungeachtet seiner Situa-tion, gelernt werden
- G"tt lässt uns die Wahl zwischen Gut und Bö-se und betont die Vorteile des Guten
- Mosche übergibt die Führung des Volkes Isra-el an seinen Schüler Jehoschua und wünscht ihm Mut und Kraft für diese Aufgabe
- Das Gebot Hakhel: Nach dem Schmittajahr (7. Jahr) versammeln sich alle Juden am ersten Tag von Chol Hamoed Sukkot im Tempel und der König liest aus dem fünften Buch Moses
- G"tt erklärt, dass die Juden in Zukunft Götzen dienen werden
- Eine vollständige Version der Tora wird den Leviten übergeben, da sie verantwortlich da-für sind, dass die richtige Version erhalten bleibt.
„Dwar“ der Woche
Es ist schwer, diese Woche nicht über Teschuwa (Rückkehr) zu sprechen. Nächste Woche ist Rosch Haschana und unser Wochenabschnitt erwähnt viele Szenarien - auch die, die aus dem Missachten der Gebote resultieren. G"tt gibt uns die Wahl zwischen Leben und Tod. (30:15). Dies ist allein schon seltsam genug. Möchte wirklich jemand den Tod wählen?
Es ist trotzdem keine rhetorische Frage: "... Und du sollst das Leben wählen ..." (30:19), ist die Antwort. Die Tora betont eindringlich, das Leben zu wählen, "... damit du lebst und deine Nachkommen." Anscheinend ist es nicht einfach, das Leben zu wählen und die Wahl des Schlechten, des Todes liegt uns sehr nahe. Welche Verbindung gibt es zu Rosch Haschana?
Zuallererst wissen wir, dass wir an diesem Tag in das Buch des Lebens oder des Todes eingetragen werden. Die meisten von uns sind „Mittlere", keine vollkommenen Gerechten oder Bösewichte, und erhalten die Möglichkeit, bis Jom Kippur die nötigen Anstrengungen zu unternehmen, um noch zum Eintrag in das Buch des Lebens zu kommen. In unserer Parascha wird erklärt, dass wir uns an die Gebote „klammern" müssen, wenn wir das Leben nicht ablehnen wollen. Doch dies ist von einem Tag auf den anderen nicht leicht zu erfüllen. Also stellt uns G"tt an diesem Tag nur eine Frage: Leben oder Tod?
Welche Antwort möchte G"tt von uns hören? Rav Tauber erklärt: Er will sehen, dass wir zusammenstehen und antworten: Wir wollen ein Leben mit Bedeutung, wir wollen unser Potential erfüllen und wir wollen, Dich, Ewiger und Deine Hilfe. Wir wählen das Leben an diesem Tag!
„Maisse“ der Woche
Der „Beis Halewi", ein berühmter litauischer Gelehrter des 19. Jhds., reiste einmal nachts mit einer Gruppe seiner Schüler und suchte nach einem Übernachtungsplatz. Es war bereits 2 Uhr nachts, aber die Kälte zwang sie, an eine Tür zu klopfen. Der Gastwirt wollte erst nicht aufma-chen, doch da das Pochen nicht aufhörte, ging er in die Kälte und öffnete die Tür. Er ließ die Gäste mürrisch in ein Zimmer ein, vergaß aber, da er schnell wieder ins Bett wollte, den Gästen Feuer zu machen, so dass sie die ganze Nacht froren.
Am nächsten Morgen sprach es sich im Ort herum, dass der „Beis Halewi" da war und die Leute drängten sich ins Gasthaus, um einen Blick auf diesen weisen Mann zu erhaschen. Der Besitzer fühlte sich schuldig, diesen so besonderen Gast so unwillkommen behandelt zu haben. Er bat den „Beis Halewi" um Vergebung. Er erhielt die folgende Antwort: „Manche Dinge sollte man nicht tun, weil sie schlecht an sich sind. Andere sind gut oder schlecht, abhängig davon, wem man sie tut. Du bittest mich um Vergebung, weil ich der bin, der ich bin. Doch was du getan hast, sollte auch niemand anderem geschehen."2
„Konzept“ der Woche
Parascha Nitzawim beginnt mit: „Ihr steht heute alle da, vor Haschem, Eurem G"tt: eure Fürsten, eure Stämme, eure Ältesten und eure Beamten – jeder jüdische Mann." (29:9) Warum muss jeder genannt werden? Reicht es denn nicht, einfach zu sagen: das ganze jüdische Volk? Jeder Einzelne wird zusammengerufen, um den Bund abzuschließen, der Tora treu zu bleiben. Das beinhaltet die Verpflichtung, sich des Götzendienstes zu enthalten und bei Nichtbeachtung, die entsprechende Strafe auf sich zu nehmen.
Rav Dessler (1891-1954), der ein großer Talmudgelehrter und jüdischer Philosoph war, schreibt in seinen Werken über die grundlegende Idee der Kunst. G"tt ermöglicht es uns, durch unsere Vorstellungskraft die Dinge besser zu verstehen. Wenn wir etwas erleben und daraus eine Lehre ziehen wollen, ist es desto hilfreicher, je mehr Details wir kennen und je mehr wir uns erinnern. Ein Künstler hat durch seine Begabung eine besondere Möglichkeit sich auszudrücken. Er kann auf einem Bild auch noch die kleinsten Ereignisse festhalten. Auch wir Nichtkünstler können Gesehenes in uns aufnehmen und uns mit Hilfe der Details ein Bild machen.
Der Bund wird nicht nur mit der Generation in unserer Parascha geschlossen, sondern mit jedem. Wie können wir fühlen, dass auch wir diesen Bund befolgen müssen und uns dieses Geschehen dazu verpflichtet? Wenn wir es uns, wie in der Kunst, bildlich vorstellen können, hat es nicht nur großen Einfluss auf uns, sondern auch einen praktischen Effekt. Weil nämlich jeder aufgezählt wurde, erkennt man, dass die Prophezeiung an jeden Einzelnen gerichtet wurde.
Mit freundlicher Unterstützung von HaMakor.de und Rabinner Aron Orzel






