2 Sivan 5772 - Wednesday, 23 May 2012
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Thoughts on the Weekly Parsha

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BS“D

Schabbat Schuwa.....


Dieser Schabbat bezieht seine Bezeichnung von der Haftara, die an ihm gelesen wird, denn sie beginnt mit den
Worten "Schuwa Israel" (Kehre zurueck Israel). Weiterhin wird die Zeitspanne zwischen Rosch HaSchana und
Yom Kippur, in der dieser Schabbat stets faellt, auch als die "Zehn Tage der Rueckkehr" bezeichnet. In der
Regel wird Teschuwa mit "Busse" und Schuwa mit "buessen" uebersetzt. Busse bedeutet soviel wie, dass es einem
leid tut, etwas falsches begangen zu haben.

Wenn wir einer anderen Person Unrecht zugefuegt haben und wir dies spaeter bereuhen, entschuldigen wir uns bei
derserlben, sagen ihr, dass es uns leid tut und hoffen, dass der oder die betreffende uns vergibt und unseren
Fehltritt vergisst. So aber verhaelt es sich jedoch nicht, wenn wir G"TT gegenueber (der Himmel moege verhueten)
eine Suende begangen haben - gemaess dem, was wir Im Mussaf-Gebet von Rosch HaSchana sagen: "Es gibt kein Vergessen
vor dem Thron Deiner Herrlichkeit". Da G"TT nun einmal nichts "vergisst", wie kann es da ein "Vergeben und Vergessen"
geben, wenn wir den Weg der Teschuwa begangen haben? Die Antwort auf diese Frage ergibt sich aus dem Wort Teschuwa
selbst. In Wirklichkeit bedeutet Teschuwa nicht bloss "zu buessen" und "dass einem etwas leid tut", obgleich beides
fuer den Prozess der Teschuwa unerlaesslich ist; Schuwa bedeutet im wortwoertlichen Sinne naemlich "Rueckkehr" bzw.
"zurueckkehren"...

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Der Sa'adia Gaon schreibt, dass Netzavim und Vayelech tatsaechlich eine zusammengehoerige Parascha bilden und nur
in Ausnahmejahren in zwei Wochenabschnitte getrennt werden - ganz im Unterschied zu anderen zweifachen Wochenabschnitten,
die in der Regel zwei voellig eigene Parschioth bilden und nur im Ausnahmefall zusammen gelesen werden. Doch selbst wenn
Vayelech getrennt von Netzavim gelesen wird, koennen wir immer noch eine Lehre aus dem gesamten Abschnitt Netzavim-Vayelech
herausziehen.

Auf den ersten Blick scheinen die Begriffe Netzavim und Vayelech nicht miteinander vereinbare Gegensaetze zu sein.
Netzavim bedeutet soviel wie "stramm bzw. aufrecht stehend" (ganz so wie ein Pfeiler), waehrend Vayelech mit "und er ging"
uebersetzt werden kann. Was ist also die Lehre, die wir der Kombination dieser offenbaren Wiedersprueche entnehmen koennen?

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Im Wochenabschnitt Ki Teze findet das Zizith-Gebot erneute Erwaehnung. Es heisst in Dewarim 22,12: „Gedilim Ta’aseh Lach Al Arba Kanfoth Kesutecha“. Im Vergleich zu der Erwaehnung des Zizith-Gebotes in Sefer Bemidbar werden die Zizith hier als „Gedilim“ bezeichnet, was auch als „gezwirnte Faeden“ uebersetzt werden kann. Unsere Weisen identifizieren jedenfalls die Gedilim mit den Zizith. Es ist allgemein ueblich, dass Maenner die Zizith an einem Talith beim Morgengebet tragen. Doch wann beginnt eigentlich die Verpflichtung, einen Talith zu tragen? In Bezug auf das Tragen des sogenannten „grossen“ Talith beim Morgengebet gibt es verschiedene Braeuche.

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In der dieswoechigen Thoralesung "Ki Tavo" lernen wir u.a. die Mitzwa ueber die Erstlingsfruechte des Landes Israel, welche
in einem Korb zu legen und G"TT im heiligen Tempel in Yeruschalaim darzubringen waren; wie es heisst: "...Ihr sollt sie (die
Erstlingsfruechte) in einen Korb legen..." (Dewarim 26:2).

Erstlingsfruechte repraesentieren auch juedische Seelen, wie der Midrasch uns lehrt, dass das "G"TTliche Denken" juedische
Seelen vor allen anderen Dingen erschafft (Bereischit Rabah 1:4). In dieser Hinsicht sind juedische Seelen "Erstlinge" und
auserwaehlt, aehnlich wie es die Erstlingsfruechte sind....

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Der Thora-Wochenabschnitt Va'etchanan beginnt mit der innigen Bitte Moshe Rabeinu's an G"TT, ihn in das Land Israel kommen zu lassen. Der Beriff "Va'etchanan" bedeutet soviel wie, "ich habe darum ersucht", wie  weiterhin geschrieben steht: "Ich habe G"TT darum ersucht.... bitte lasse mich ueberqueren und das gute Land jenseits des Jordan erblicken" (3:23-25). Der Midrasch (Devarim Rabah 11:10) vermerkt hierzu, dass
Mosche Rabeinu nicht weniger als 515 mal G"TT darum ersucht hat (die Gematria, d.h. der Zahlenwert des Begriffs Va'etchanan entspricht der Zahl 515).

Weshalb aber hat Mosche Rabeinu gerade diesen Wunsch so nachdruecklich verfolgt? War sein Verlangen vielleicht danach von den Fruechten des Landes oder von dessen sonstigen Delikatessen zu kosten? Mosche Rabeinu sagte, dass "das Volk Israel viele Thora-Gebote erhalten habe, die es ausschliesslich nur im Lande Israel erfuellen kann - so moechte ich in das Land Israel kommen, damit alle Gebote der Thora durch
mich (d.h. meine Anleitung) erfuellt werden" (Traktat Sotah 14a).

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