2 Sivan 5772 - Wednesday, 23 May 2012
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Thoughts on the Weekly Parsha

Prior to his move to Erez Israel, Avichaj lived in Frankfurt. He was and remains a fan of the Jewish Experience. Avichaj is so friendly to contribute his Thoughts on the Weekly Torah Portion. If you have any questions on the Weekly Torah Portion, then feel free contact him. He will get in touch with you to answer your questions. Avichaj Schäfer.

 

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Torah_pic

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Ein allseits bekannter Passuk, der im Thora-Wochenabschnitt Va'etchanan gelesen wird, lautet: "Wesot Ha'Thora Ascher Sam Mosche Lifenei Benei Israel" - "Und dies ist die Lehre, die Mosche den Kindern Israel vorgelegt hat" (Dewarim 4:44). In den unmittelbar davor gelesenen Versen (Dewarim 4: 41-43) lernen wir, dass Mosche Rabeinu drei Zufluchtsorte östlich des Jordan auserwählt hat. Ist hier ein Zusammenhang zwischen dem oben genannten Passuk und den drei Zufluchtsorten zu erkennen?

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Die Parascha in Kürze
  • G“tt gibt den Befehl, das Volk Israel zu zählen. Es gibt eine genaue Ordnung, wie jeder der 12 Stämme in der Wüste um den Mischkan herum wohnen soll. Jeder Stamm bekommt eine Flagge und so reisen sie auch von Ort zu Ort.
  • Die Leviten werden eingeteilt und werden mit der Verantwortung für den Mischkan betraut. Jeder hat seine Arbeit, sei es bei der Aufstellung als auch beim Hüten des Mischkans.

Torah_scroll„Konzept“ der Woche

In dieser Woche beginnen wir mit dem Buch Bamidbar, dem vierten Buch der Tora. Es wird das Buch der Zählungen genannt, weil die Nation sogar zweimal darin gezählt wird, um zu wissen, wie viele Menschen da waren. Warum wird jedoch das ganze Buch nach den Zählungen benannt?

Genauer betrachtet gibt es Unterschiede zwischen den beiden Zählungen. In diesem Wochenabschnitt befinden wir uns am Beginn des zweiten Jahres in der Wüste, wo die Nation stammweise gezählt wird. Es werden die Lagerplätze rund um den Mischkan festgelegt. Jeder Stamm hatte seine eigene Flagge.

Die zweite Zählung findet kurz vor dem Einzug nach Israel statt und es wurde nur noch nach Stamm gezählt, aber nicht mehr betrachtet, wo jeder um den Mischkan herum lagerte.

Rabbiner Naftali Tzvi Jehuda Berlin, der Netziv, der lange Zeit der Voloschin Jeschiwa als Rosch Jeschiwa vorstand, erklärt dazu, dass sich für uns in der Wüste das Leben rund um den Mischkan abspielte und der Mischkan im Mittelpunkt stand. G“tt war in unserer Mitte und Seine Gegenwart füllte alles an. Daher wurde die Zählung, die die Flaggen rund um das Stiftszelt anordnet, zu Beginn des Aufenthalts in der Wüste durchgeführt.

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Mit dem Wochenabschnitt Dewarim beginnen wir mit dem Lernen des gleichnamigen fünften Buches der Thora, welches von unseren Weisen z“l auch Mischne Thora genannt wird, also Wiederholung der Thora. Obgleich das Buch Dewarim auch Mitzwoth enthält, die in den ersten vier Büchern noch keine Erwähnung finden, beinhaltet das Buch Dewarim im wesentlichen eine Wiederholung der bisher erwähnten Vorschriften. Mosche Rabeinu richtet sich hiermit an eine neü Generation, die die Wunder des Auszuges aus Ägypten und den Empfang der Thora am Choreb nicht mit eigenen Augen gesehen hat, sowie an die noch folgenden Generationen. Diese Wiederholung kann gleichfalls als Rüstzeug Israels für die Landnahme und das Leben in Eretz Israel verstanden werden.

Das Überqueren des Jordan stellt indes sowohl einen spiritüllen wie auch geographischen Übergang dar. Die Kinder Israel überstanden die Wanderschaft durch die Wüste nur anhand des übernatürlichen Beistand G"TTES: Sie assen das Manna vom Himmel, sie tranken das Wasser aus der Quelle Miriams, und die Wolke der G"ttlichen Allmacht erhielt ihre Kleidung und bewahrte sie vor den Gefahren der Wüste. Nach dem Einzug ins Heilige Land hingegen musste das Jüdische Volk sich innerhalb der von G"TT gesetzten,  natürlichen Grenzen zurechtfinden; von nun an mussten sie das Land bearbeiten und von den Früchten ihrer Arbeit leben. Um einen solchen Übergang zu ermöglichen, bedarf es einem Zugang zur Thora, der den Mensch in Beziehung zu seinen irdischen Bedürfnissen setzt. Und zu diesem Zweck, lehrte sie Mosche Rabeinu das Buch Dewarim. Hierin liegt eine Verbindung, die bis auf den heutigen Tag bestand hat: Auch heute befinden wir uns wieder an den "Ufern des Jordan" und bereiten uns darauf vor, gemeinsam in das Heilige Land zu gelangen, und zwar mit der Ankunft von Maschiach. Und es ist gerade der Thora-Ansatz, wie ihn das Buch Dewarim liefert - "das Wort G"TTES mit irdischer Lebenserfahrung verbindend" - durch welchen wir die Zeit erleben werden, in welcher "die Erkenntnis G"TTES die ganze Welt erfüllen wird" (siehe Rambam; Mischne Thora, Hilchot Melachim) -  das messianische Zeitalter.

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BS“D

Der kommende Schabbat wird "Schabbat Hagadol" genannt - es ist der Schabbat vor Pessach. Die zwei wichtigsten Mitzwoth von Pessach sind die von Matzah und Chametz. Waehrend des Pessach-Festes essen wir Matzah und es ist uns verboten Chametz zu uns zu nehmen. Der grundsaetzliche Unterschied zwischen Matzah und Chametz ist der, dass Chametz aufgeht waehrend Matzah flach bleibt.

In Chassidut wird erklaert, dass unser "Jezer Hatov" (guter Trieb) und unser "Jetzer Hara" (schlechter Trieb) sich wie Matzah und Chametz verhalten. Chametz ist das Symbol fuer den Jetzer Hara, der hochmuetig ist und "aufgeht" in Arroganz und Stolz. Matzah hingegen ist das Symbol fuer den Jetzer Hatov, der sich stets in Demut vor der Allmacht G"TTES ausdrueckt. Daher ist Matzah auch die erste Nahrung, die das Juedische Volk zu sich nahm, als es eine Nation wurde.

Der Unterschied zwischen Chametz und Matzah ist indes jedoch recht subtil. Dies zu illustrieren, vergleiche man die hebraeischen Woerter Chametz und Matzah. Chametz wird buchstabiert ח מ ץ  (Chet, Mem, Tzaddik). Matzah wird מ צ ה  (Mem, Tzaddik, Hei) buchstabiert. Beide Begriffe haben ein Mem sowie ein Tzaddik. Der einzige unterschied zwischen ihnen ist der, dass Matzah ein "Hei" und Chametz ein "Chet" hat. Wenn wir nun die Form dieser beiden Buchstaben (Hei und Chet) miteinander vergleichen, koennen wir sehen, dass sie eine fast identische Form aufweisen. Lediglich eine kleine Unterbrechung bzw. Oeffnung unterscheidet das Hei vom Chet (ח - ה). Dies birgt eine bedeutene Lehre in sich:

Der Unterschied zwischen Arroganz und Demut kann oft sehr unscheinbar sein, und selbst ein klein wenig Arroganz tut einem nicht gut. Daher ist zu Pessach auch die nur geringste Menge an Chametz verboten.

Darueber hinaus symbolisiert die kleine Unterbrechung bzw. Oeffnung am oberen Ende des Buchstabens Hei eine Oeffnung fuer eine Rueckkehr zu G"TT. Arroganz, durch das Chet symbolisiert, schliesst hingegen die Tuer zu G"TT. Demut und Bescheidenheit schaffen umgekehrt eine Oeffnung fuer G"TT, um in unser Leben einzutreten.

Schabbat Schalom sowie Chag Pessach kascher we sameach!

* Basierend auf Likutei Sichot, Vol. 1 und Vol. 22

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Die Parascha in Kürze
    • Das Volk wird nochmals erinnert, dass das Halten der Mitzwot ihm Gutes und Segen bringen wird, genauso wie bei Nichteinhalten das Umgekehrte eintreten wird: Fluch, Exil und Krieg.
    • Einmal im Jahr muss man seine ganze Herde zählen, jedes zehnte Tier absondern und es nach Jerusalem bringen. Der Besitzer hat das Recht, es für sich zu behalten und muss es nicht opfern.

Torah_scroll„Konzept“ der Woche

In dieser Woche werden alle Strafen aufgezählt, die wir erhalten, wenn wir sündigen. Diese Parascha wird daher die Parascha der Mahnung und des Fluches genannt. Wir lesen eine ganze Liste von Strafen, die aneinandergereiht sind, und je nachdem, welche Sünden begangen werden, kommt die nächste Stufe des Fluches. Doch die Tora zählt nicht die verschiedenen Sünden auf, sondern schreibt in Wajikra 26:23: „Wenn ihr euch weiter dem Zufall hingebt …“ Raschi erklärt dazu, dass mit Zufall gemeint ist, dass man alles mit sich geschehen lässt und in Geschehnissen nichts Besonderes sieht. Somit kann man Ereignisse nicht als Mahnung ansehen und sich dadurch verbessern. Sicher kann es nicht sein, dass die schlimmsten Strafen nur auf uns treffen, weil wir alles als Zufall betrachten. Was ist also noch an dieser falschen Betrachtungsweise zu bemerken?

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